Ein schlechtes Foto könne den Umsatz um 80 Prozent senken: Dieser Behauptung begegnete ich kürzlich bei der Recherche für einen Beitrag. Für einen Moment war ich fast neidisch darauf, wie leicht sich so etwas liest und wie überzeugend es sich verkaufen lässt. Eine Zahl, ein klares Problem, ein scheinbar eindeutiger Nutzen. Doch für eine solche pauschale Aussage braucht es belastbare Belege. Ohne nachvollziehbare Grundlage möchte ich sie nicht als Argument für meine Arbeit verwenden.
Zwischen Portrait und Mandat liegt mehr als ein Bild
Bei Businessportraits lässt sich der wirtschaftliche Nutzen nicht einfach ausrechnen. Zwischen einem neuen Foto und einem neuen Mandat liegen das persönliche Netzwerk, die Positionierung, die fachliche Eignung und der richtige Zeitpunkt. Ein überzeugender Auftritt kann dabei eine Rolle spielen, doch welchen Anteil das einzelne Bild hat, lässt sich daraus nicht ablesen. Wer einen direkten Umsatzgewinn verspricht, müsste diesen Zusammenhang auch nachweisen können.
Was die Forschung tatsächlich zeigt
Eine fundierte Perspektive bietet die Studie „A Corporate Beauty Contest“, die 2017 in der Fachzeitschrift Management Science erschien. Die Forschenden fanden einen Zusammenhang zwischen dem als kompetent wahrgenommenen Aussehen von CEOs und ihrer Vergütung. Dieser Zusammenhang wurde durch externe Berufungen getragen, bei denen erste Eindrücke nach Einschätzung der Autoren wichtiger sein dürften. Einen Zusammenhang mit besseren Unternehmensleistungen fanden sie dagegen nicht. Die Untersuchung handelt also von wahrgenommener Kompetenz und Vergütung – sie belegt weder einen Umsatzgewinn durch bessere Fotos noch die Wirkung eines ausgetauschten Businessportraits.
Der erste Eindruck verdient Aufmerksamkeit
Für meine Arbeit mit Interim Managern und Führungspersönlichkeiten im Übergang ist das ein wichtiger Denkanstoß. Wer Sie zunächst auf einer Website, bei LinkedIn oder in einem Profil kennenlernt, hat Ihre Arbeit noch nicht selbst erlebt. Ihr Portrait prägt diesen ersten Eindruck mit. Mein Anspruch ist deshalb, ein Bild zu entwickeln, das Ihre Persönlichkeit und Ihre heutige Rolle glaubwürdig vermittelt. Eine Umsatzprognose lässt sich daraus nicht ableiten; einen bewussten Umgang mit dem eigenen Auftritt halte ich trotzdem für sinnvoll. Bei forma interim verbinden wir dafür Fotografie mit Positionierung und Gestaltung. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, ob Ihr aktuelles Portrait noch zu Ihnen und Ihrem Angebot passt.
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